LINUX hat als Server-Betriebssystem das Image eines Außenseiters abgelegt.
Laut einer Studie der IDC haben im 4. Quartal 2005 Linux-Server weiterhin stärker zugenommen als die Konkurrenz: Der Umsatz stieg um 20,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr und wies zum vierzehnten Mal in Folge zweistellige Zuwachsraten auf. Gemessen am Umsatz liegen Unix-Systeme mit 5,0 Mrd. US-Dollar im Quartal in Führung, danach folgen Windows mit 4,9 Mrd. und Linux mit 1,6 Mrd. Bei den Gesamtzahlen des Jahres 2005 konnte Windows erstmals Unix überholen (17,7 Mrd. gegenüber 17,5 Mrd.), Linux folgt mit 5,7 Mrd.
Eine weitere Studie der Enterprise Management Associates (EMA) kommt zum Schluss, dass die Behauptung einer höheren TCO nicht mehr zutreffend sei. Dank ausgefeilter Verwaltungstools stelle Linux inzwischen eine kosteneffiziente Alternative zu Windows dar. So gaben 88 Prozent der Firmen mit gemischten Systemumgebungen an, Linux lasse sich leichter handhaben als Windows und 97 Prozent schätzten die Anfälligkeit beider Systeme im für Linux ungünstigsten Fall als gleich groß ein. Dabei seien die Verwaltungstools unter Linux leichter zu handhaben als unter Windows.
Die meisten Firmen geben die Verfügbarkeit ihrer Linux-Systeme mit 99,99 Prozent an, 17 Prozent berichten sogar von gar keiner Downtime. 60 Prozent der Probleme bei Linux könnten in weniger als einer halben Stunde und damit mehr als acht mal schneller als im Durchschnitt gelöst werden.
LINUX ist ein modernes, robustes, leistungsfähiges und skalierbares Betriebssystem, das im Gegensatz zu herkömmlichen Betriebssystemen keine Lizenzen und keine vertraglichen Bindungen in Form von End User License Agreements erfordert.
Unternehmen setzen mit der Wahl von LINUX gerade in kritischen Zeiten ihr knappes Budget nicht für Lizenzkosten, sondern für Beratung und Dienstleistungen ein. Das Ergebnis ist bei gleichen Kosten besser durchdacht und besser implementiert.
Weitere Vorteile von LINUX sind die Modularität (auf einem System wird genau das installiert, was gebraucht wird), die große Auswahl an Anwendungen und die Offenlegung der Programmcodes (was eine Anpassung der Software an die eigenen Bedürfnisse erleichtert und einen erheblichen Sicherheitsvorsprung schafft).
LINUX im Netzwerk
Die Einsatzgebiete von LINUX im Netzwerkbereich sind vielfältig. Von Intranetservern bis hin zu vollwertigen, leistungsfähigen Internetservern, vom Gateway für ein mittelständisches Unternehmen bis zum ISDN Router reicht die Bandbreite. LINUX ist durch die Nähe zu UNIX, dem "Gründer" von TCP/IP und dem Internet, für den Netzwerkeinsatz optimiert. Es beinhaltet ein komplettes TCP/IP mit allen Diensten wie DHCP, DNS oder bootp, umfasst ebenfalls unterschiedliche Routingprotokolle und Mechanismen wie Masquerading, Paket Forwarding , IPSec und IPv6, was wiederum den Aufbau von sicheren VPN unterstützt.
LINUX als Internetserver
Ein beliebtes Einsatzgebiet ist LINUX in Kombination mit Apache als Webserver. LINUX liefert unterschiedliche SMTP Server mit, die mit allen gängigen Protokollen und Sicherheitsfunktionen ausgestattet sind. Ergänzende Filtermechanismen arbeiten außerdem mit IMAP- und POP3 Servern zusammen. Im Büroeinsatz können diese Dienste mittels LDAP beispielsweise auch heterogenen Netzen unternehmensweit zur Verfügung gestellt werden.
LINUX im Intranet
Die Möglichkeiten und Vorteile die LINUX bei einem Internet Server bietet, kommen einem Intranet ebenfalls zu Gute. LINUX unterstützt Protokolle anderer Betriebssysteme und kann so auch andere Clients bedienen. Mit Samba kann LINUX einen NT Domänenserver komplett ersetzen. Sämtliche Dienste können auch auf der Basis von RAID Systemen realisiert werden. Mit kommerziellen Produkten wie IBM Lotus Notes und einer Vielzahl von offenen Paketen ist LINUX eine gute Alternative in der Unternehmenskommunikation. Dokumentenmanagement und besonders die Unterstützung von Anwendungsentwicklern mit CVS ergänzen das Portfolio. Serverseitig bietet LINUX mit Produkten wie OpenLDAP die Möglichkeit sowohl Benutzerrechte, Nameservice, EMail-Daten und Adressverwaltungen zentral zu verwalten.
LINUX als Applikationsserver
LINUX kann inzwischen mit allen notwendigen Programmen als Applikationsserver betrieben werden. Fast alle großen Hersteller bieten ihre Serverprodukte auch für LINUX an. Dazu zählen u.a. IBM DB2 Universal Database, Oracle Database, Oracle Application Server, IBM Lotus Notes, IBM Websphere, mySAP.
Stabilität und Sicherheit
Die kurzen Release-Zyklen von LINUX sorgen für eine hohe Stabilität der veröffentlichten Software. Fehler werden durch viele Entwickler schnell entdeckt und beseitigt. Da der Quellcode bei LINUX und seinen Werkzeugen offen gelegt ist, ist eine gründliche Fehlersuche möglich. Fehler sind schnell entdeckt und als Patch veröffentlicht. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt aus Sicherheitsgründen, Produkte mit offenem Quellcode zu verwenden. Statistiken mit der Zahl der Sicherheitswarnungen für die verschiedenen Serverbetriebssysteme, sprechen ebenfalls deutlich für LINUX.
Herstellerunabhängigkeit
LINUX hat keinen Einzelhersteller. Unterschiedliche Distributoren bieten LINUX an. Jedes Werkzeug wird in eigenen, freien Entwicklergruppen betreut. Damit ist die Unabhängigkeit gegenüber einen einzigen Hersteller gewährleistet. Die offenen Quellen sichern die Anpassung von Systemen an eigene Bedürfnisse. Der Quellcode kann beliebig erweitert und eingesetzt werden.
Unterstützung
Das weit verbreitete Argument der fehlenden Unterstützung ist inzwischen ebenfalls nicht mehr verwendbar. LINUX hat eine große Basis motivierter Entwickler und Berater hinter sich. Eine Vielzahl von Systemhäusern, darunter auch 6PAC, stellen professionelle Dienstleister bereit. Distributoren bieten SLA für mindestens 2 bis 5 Jahre. Durch den favorisierten Einsatz von LINUX an den Universitäten ist auch der "Nachschub" an qualifiziertem Personal gesichert
